Die Auswirkung von Sex auf Fitness und Muskelaufbau

Eines steht fest: Sex ist ein schöner Teil unseres Lebens, macht Spaß und ist noch dazu kostenlos (Naja – Es gibt natürlich immer die ein oder andere Ausnahme).

Doch kann man es als Sportler, beziehungsweise als Bodybuilder, mit dem Sex auch übertreiben? Anders gefragt: schadet Sex oder Masturbation dem Muskelaufbau? Diese zwei Fragen, welche wir im folgenden Text beantworten werden, kommen sicherlich öfters auf.

Kein Sex = mehr Testosteron?

Bei sexueller Abstinenz erhöht sich das Testosteronlevel tatsächlich. Das zeigt eine Studie vom Institut für medizinische Psychologie aus Essen. Nach drei Wochen fiel bei den Probanden in der Studie das Testosteronlevel jedoch wieder zurück. Nach einem Orgasmus kommt es zu einem Ausstoß des Hormons Prolaktin in hoher Menge (und das für zwanzig Minuten). Dieses Hormon sorgt dafür, dass das sexuelle Verlangen verdrängt wird. Der Puls schlägt noch einige Stunden nach dem Sex höher als normal. Und um das Ganze kurz zu machen: viele Studien haben gezeigt, dass Sex absolut keine Auswirkung auf die sportliche Leistungsfähigkeit hat, obwohl viele Wettkampfathleten und sogar Weltklasse Sportler das Gegenteil behaupten.

Die Entwicklung der Muskeln wird daher weder positiv, noch negativ beeinflusst. Es bringt daher keine Vorteile, aber auch keine Nachteile mit sich, wenn man vor dem Training oder in einer Wettkampfvorbereitung Sex hat. Obwohl man einen erhöhten Testosteronwert bei sexueller Abstinenz feststellen kann, ist dieser eben nicht stark genug, um auf Sex oder Masturbation verzichten zu müssen. Da gibt es nämlich andere Faktoren, welche das Testosteronlevel viel stärker beeinflussen können.


Man(n) verschwendet Protein

Es besteht seit längerem der Mythos, dass Männer, bei einem Orgasmus Proteine nahezu ver”spritzen”.

Um es kurz zu halten, nein. Es ist schlichtweg falsch.

Pro Orgasmus des Mannes, wird circa 5 ml. Sperma produziert und raus gelassen.
Sperma hat einen Proteingehalt von etwas 4,5%. Das wären also pro Orgasmus circa 0,225 g Protein. Wir sind uns ziemlich sicher, dass das verkraftbar ist.


Was beeinflusst den Testosteronspiegel?

Ein Beispiel: der Mangel an Zink. Und dadurch gibt es auch kein „zu viel des Guten“ in Bezug auf Sex. Dieser leicht niedrige Wert an Testosteron ist sogar so unbedenklich, dass du vor einem Wettkampf noch masturbieren oder Sex haben könntest, ohne dass deine Leistungen im Keller sind. Voraussetzung ist, dass du vor einem Wettkampf überhaupt Lust hast und mal ehrlich, das hat kaum ein Profi, denn hier steht ganz klar die sportliche Leistung im Vordergrund.


Fazit

Sex und Masturbation ist sogar vor dem Training kein Problem. Der Testo-Wert sinkt zwar, aber so minimal, dass dies unbedenklich ist.

Was ihr euch aber dennoch im Hinterkopf behalten solltet, viele Männer haben nach einem Orgasmus keine Motivation mehr und sind einfach nur “schlapp”. Macht euch vorher also Gedanken, ob ihr danach noch ins Gym gehen werdet. Egal wie groß die Lust ist.

 

Wie Social Media uns zerstören kann

Woher kommt der Drang perfekt zu sein?

Wir leben in einer Welt, in denen uns die perfekte Frau und der perfekte Mann andauernd unter die Nase gerieben werden. Wie viel Stunden am Tag verbringst du auf den sozialen Medien und guckst dir Personen mit einem augenscheinlichen Traumkörper an? Dabei muss dies nicht einmal bewusst geschehen. Hier beginnen die Vergleiche. Hier beginnt der Versuch, genauso auszusehen. Der perfekte Weg um zu scheitern…


Scheinwelt

Schau dir Instagram genauer an. Zunächst einmal bekommst du andauernd von allen Seiten wunderschöne Frauen und Männer dargestellt, die augenscheinlich perfekt sind. Fangen wir einmal an hinter die Kulissen zu schauen!

Zunächst einmal kenne ich einige dieser „Fitnessmodels“. Das Witzige an der Sache: Es ist wirklich eine Scheinwelt. Die Formbilder, die fast täglich hochgeladen werden, sind eine Lüge. Es sind Bilder die bei perfektem Licht, mit dem perfekten Pump, in der perfekten Form geschossen werden. Dabei sind diese Bilder teils vom Wettkampf, der fast ein Jahr zurück liegt. An diesem Tag werden so viele Bilder geschossen, dass diese für ein Jahr reichen.

Eventuell kennt dies ja sogar jemand von sich selbst, wenn er seinen Kumpels zeigen möchte, was für krasse Gains man doch gemacht hat und schnell im Gym vor dem Spiegel mit möglichst viel Pump und gutem Licht versucht das perfekte Foto zu knipsen, oder man in seine Story Urlaubsfotos kurz hochlädt, welche schon knapp ein Jahr alt sind

Diese Formen, die Fitnessmodels an den Tag legen, sind kaum durchgehend zu halten. Ein so niedriger Körperfettanteil ist ohne die entsprechenden Mittelchen und der genetischen Disposition ein Horror für deinen Hormonhaushalt und deinen Körper. Dieser wird sich mit allen Mitteln dagegen wehren und dich mitten in der Nacht schweißgebadet mit Heißhunger-Attacken aufwachen lassen und bis dahin gehen, dass du starke Stimmungsschwankungen bekommen wirst.

Zudem sollte man nie vergessen, dass diese Athleten teilweise ihr ganzes Leben nach dem Sport ausrichten, um an diesem einen Wettkampftag „perfekt“ auszusehen. Sprich: Schlaf, Training, Ernährung sind absolut perfektioniert. Der Aufwand ist riesig.

Es ist also nicht nur unlogisch solchen Vorbildern nachzujagen, sondern gleichzeitig gefährlich. Schauen wir uns den Aufwand genauer an.


Die Arbeit

Was viele vernachlässigen: Die Arbeit die für einen Traumkörper benötigt wird. Ich verurteile niemanden der Mittelchen benutzt um auf der Bühne zu konkurrieren, es ist seine Sache. Denn auch mit den entsprechenden Mittelchen braucht es jahrelange harte Arbeit um solch einen Körper zu erlangen. Sprich: Niemand sieht die Jahre, die für diesen Körper an Schweiß und Herzblut aufgeopfert wurden.

Niemand der einen Traumkörper besitzt, wird gerade einmal ein 10 Wochenprogramm bewältigt haben. Oder denkst du wirklich, irgendein Bühnenathlet nutzt ein „5-Minuten am Tag zum Traumkörper-Programm“? Der Körper ist ein Produkt des Lifestyles, den man lebt. Wenn dein Lifestyle darin besteht, täglich drei Tüten Gummibären zu inhalieren, siehst du dementsprechend aus.


Der Prozess

Wenn wir uns den Fitnesssport anschauen ist es ein langwieriger Prozess. Wie schon erwähnt: Dein Körper ist das Produkt deines Lifestyles. Wenn dein Lifestyle darin besteht sich gesund zu ernähren und regelmäßig Sport zu machen, dann werden dir dein Körper und deine Gesundheit dementsprechend danken.

Das geschieht nicht von heute auf morgen. Du kannst nicht mit einem Salat dünn werden oder von einer Pizza dick. Das was du jetzt bist, ist das Resultat deiner jahrelangen Ess- und Sportgewohnheiten. Du hast dir dein jetziges Ergebnis jahrelang „Erarbeitet“.


Der Vergleich

Fängst du nun an, dich mit jemandem zu vergleichen der eine genetisch womöglich krasse Ausgangslage hat, jahrelang dafür arbeitet und ein Foto in den perfekten Bedingungen macht, dann wirst du verlieren. Der Vergleich führt meist zu so verrückten Dingen wie Crashdiäten über einen langen Zeitraum. Wenn ich beispielsweise die Damen gefragt habe: „Was isst du denn so?“ Dann war die Antwort erschreckend. Es wurde fast nichts gegessen. Irgendwann haben sie es mental nicht mehr ausgehalten und dann fing das große Schlemmen an. Dabei wurde alles gegessen, was in die Finger kam. Das Ergebnis? Am Ende wiegte man mehr als zuvor. Danach plagen einen zudem Schuldgefühle, Verzweiflung und ein geringes Selbstwertgefühl, welche dem weiteren Verlauf und deinem eigenen Glück wenig zuträglich sind.


Mein Apell

Ob Frau oder Mann, hör auf dich mit anderen zu vergleichen! Der einzige Vergleich den du anstreben solltest, ist der mit dir selbst. Du bist dein Maßstab. Sei besser als gestern. Derjenige der sich mit anderen vergleicht, ist zum Scheitern verurteilt.

Ich bin kein Freund davon, sich gehen zu lassen. Du solltest nicht dick werden. Wenn du es bist, dann solltest du abnehmen. Nicht aus Gründen der Schönheitsideale, sondern aus Gesundheitsgründen. Fettleibigkeit ist nun mal ein Problem in der heutigen Gesellschaft.

Es ist aber keinem geholfen, sich an Schönheitsidealen aus einer Scheinwelt zu orientieren. Denk einmal darüber nach:

Du bist alles, was du brauchst!

Die Industrie verdient ihr Geld damit, dir einzureden, du würdest irgendetwas brauchen. Dir wird eingeredet, du wärst ungenügend. Weil du dich ungenügend fühlst, kaufst du Dinge, die du nicht brauchst. Dinge, die dich besser „fühlen“ lassen sollen. Ganze Industrien bauen auf deinem Gefühl der Unzulänglichkeit auf. Aus diesem Grund werden dir immer wieder wunderschöne Menschen präsentiert. Du sollst mit deinem Verlangen genauso auszusehen geködert werden. Denkst du wirklich die Damen im Internet haben ihren flachen Bauch durch irgendwelche „Detox-Tees“ erlangt?

Löse dich davon! Lerne dich zu akzeptieren so wie du bist. Wenn du klein bist, wirst du niemals lange Beine haben. Wenn du groß bist und große Füße hast, wirst du niemals kleinere Füße haben. Lerne dich zu akzeptieren, so wie du bist. Aus dieser Situation heraus, veränderst du dein Leben!

Mache den Sport zum Teil eines gesunden Lebens. Gesunde Ernährung, eine gesunde Menge an Sport und gönne dir ab und an etwas. Mit der Zeit wird sich dein Körper an die neuen Bedingungen anpassen und du wirst ohne eine Crashdiät an dein Ziel gelangen.


Keine Abkürzungen

Es gibt keine Abkürzungen und es wird niemals welche geben. Keine Wunderpille, kein 10-Wochenprogramm wird dir helfen, wenn du danach sowieso wieder zu deinem alten Leben zurückkehrst. Wähle eine Ernährungsweise, die dir die Möglichkeit gibt sie auf Dauer auszuführen. „Diet“ bedeutet in der englischen Sprache „Ernährungsweise“. Es geht nicht um die „Diät“ wie die meisten Menschen sie heutzutage verstehen. Eine „diet“ ist eine Ernährungsweise, die du auf Dauer ausführst.

Appelliere ich daran, dass du nie wieder Social Media benutzen sollst? Nein,  das würde einfach nur zeigen, dass du zu schwach bist, um dich selber unter Kontrolle zu halten – doch versuche in Zukunft bewusster damit umzugehen. Tue es für dich und deine Gesundheit.

In diesem Sinne: Höre auf die Vergleiche zu suchen und mach dich selbst zu einem Maßstab.

Mango Kokos – Protein Shake

 

Arbeitszeit: ca. 5 Min.
Schwierigkeitsgrad: einfach

 

Zutaten für 1 Portion

  • 1/2 reife Mango (in grobe Stücke zerteilen)
  • 300 ml Wasser
  • 100 ml Kokosmilch
  • 2-3 EL Haferbrei
  • 1,5 Scoop Proteinpulver
  • 2 TL Creatin (Optional)

Zubereitung

Alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und kräftig mixen lassen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Am besten ihr werft zuerst die flüssige Zutaten rein und gebt den Haferbrei sowie das Proteinpulver und Creatin erst am Schluss dazu, damit keine Klumpen entstehen.

Muss es nicht super schnell gehen und du möchtest es schön herrichten, so kannst du ihn mit frischen Kokosraspeln oben drauf anrichten. Das Auge isst ja bekanntlich mit.


NÄHRWERTE PRO PORTION

  • Kalorien ca. 250 kcal
  • Proteine ca. 40 g
  • Kohlenhydrate ca. 30 g
  • Fett ca. 2 g